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Und da gibt es die "schönste Nebensache der Welt" - den Sport.

Ich selbst habe viele Jahre aktiv Sport betrieben (Handball) und arbeitete nebenberuflich und ehrenamtlich bis ins Jahr 2002  50 Jahre in der Sportorganisation - hauptsächlich schreibend (als Pressewart, Mitarbeiter von Tageszeitungen und der Fachpresse, Redakteur des Mitteilungsblattes eines Sportverbandes).

Sport ist heute nicht mehr was es einmal war. Zumindest der Leistungssport (Berufssportler) hat mit dem eigentlichen Sport nicht mehr viel gemeinsam. Wenn z.B. Fußballer schon in der Kreisliga eine Bezahlung verlangen mit der Begründung, man spiele Fußball ja für den Verein, dann würde man besser auf solche Spieler verzichten. Heute will fast jeder am Sport  verdienen. Die Auswüchse im Sponsoring sind unübersehbar. Es gibt viele die fragen, wie man sich (nur aus Gründen der Werbung für einen Sponsor) "einem Sponsor so ausliefern" kann, wie dies in der Regel geschieht. Die Zusammenbrüche von Vereinen wegen Zahlungsunfähigkeit infolge des Aussteigens des Sponsors nehmen  mehr und mehr zu.

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(Klicken Sie auf einen der folgenden Titel und die entsprechende Seite wird Ihnen angezeigt)

 

2003

Beckenbauer geht betteln - Selbstüberschätzung und Fußball-Weltmeisterschaft (-20 - 28.10.2003)

DFB-Teamchef Rudi Völler - Streit mit den Medien (-19- 16.09.2003)

Undank ist der Welten Lohn - oder: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan (-18- 15.04.2003)  

1. FC Kaiserslautern bankrott? - Land Rheinland-Pfalz bankrott? (-17- 27.02.2003)

 

2002

Führt Aktienbesitz zur Sperre? - Der Fall Fredi Bobic (-16- 27.10.2002)

Freude und Frust - "Stimmen" zur Fußball-WM (-15- 19.06.2002)

Bierflaschen - eine Schande für die Fairneß im Sport (-14- 12.03.2002)

Unverschämt? - Unverschämt! - Die Forderungen eines Tennisspielers (-13- 04.02.2002)

RTL - der hilfreiche? - RTL - der unersättliche! (-12- 10.01.2002)

 

2001

Korruption? - Die Ehrenmänner des IOC (-11- 20.09.2001)

Hohe Schulden für den Sport? (-10- 21.03.2001)

Sport  im Fernsehen - Medien-Mogul Kirch pokert hoch (-9- 23.02.2001)

 

2000

Sponsoring,  für viele ein Ärgernis - Fehlverhalten der Politik (-8- 03.09.2000)

Die Formel 1 und Michael Schumacher (-7- 31.07.2000)

Größenwahnsinn: FC Bayern München hebt ab (-6- 20.07.2000)

"Flickschusterei" beim DFB - Ein zweifelhafter "Neuanfang" (-5- 04.07.2000)

"Pro VfL Gummersbach" - Eine Fehlentscheidung (-4- 05.06.2000)

"Hooligans" - Schrecken des Fußballs (-3- 07.04.2000)

Fußball ist ein schwieriges Geschäft (-2- 04.04.2000)

Ja zu Doping? (-1- 04.02.2000)

 

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Ja zu Doping?  

(-01- 04.02.00) - Nein zu Doping! Auch wenn sich der frühere Weltklasse-Sprinter Manfred Ommer für eine kontrollierte Freigabe von Dopingmitteln ausgesprochen hat.Man muß sich fragen, was in den Köpfen solcher Leute vor sich geht. Daß "fast jeder Sportler heute dopt", wie Ommer sich ausdrückt, muß doch nicht eine Freigabe bisher verbotener Mitteln bewirken. "Wer oben sein will, muß dopen", so Ommer weiter. Zwar würden die Sportler die Mittel heimlich nehmen - und oft in zu hohen Dosen; nach einer Freigabe könnte dies jedoch kontrolliert geschehen, weil sich "ein Riesen-Prozentsatz der Sportler an die ärztlichen Vorgaben halten" könnte.

Wenn auch der Sport keine Insel der Glückseligkeit mehr ist, sondern ein knallhartes Geschäft, mag es möglich sein, die Maschine Mensch durch Doping zu Höchstleistungen zu bringen. Könnte aber nicht auch anders argumentiert werden? Wenn niemand dopt, hat keiner einen unzulässigen Wettbewerbs- oder Leistungsvorsprung. Dann entscheidet der "Bessere" und nicht der, der "am besten gedopt" ist. Die Frage nach der möglichen Gesundheitsschädigung muß erlaubt sein - auch wenn es mich nichts angeht, ob sich jemand ruiniert (so wie bei einigen Spitzensportlern schon mit tödlichem Ausgang geschehen). Und trotzdem ist es nicht seine persönliche Entscheidung; denn für gesundheitliche Folgen muß die Solidargemeinschaft, die Allgemeinheit herhalten. Wenn schon Doping erlaubt sein soll (dann sind die, die dopen bekannt), müßten diese Personen einen erheblich höheren Krankenkassenbeitrag leisten, um das Risiko für die Allgemeinheit zu mindern.

Es ist unehrlich und unredlich zu dopen. Damit verschafft man sich möglicherweise einen unzulässigen Vorteil, weil man "besser scheinen will als man ist". Der wirklich Bessere mag dabei auf der Strecke bleiben. Aber ist er das nicht selbst schuld? Manch einer mag das so sehen. "Warum dopt er nicht auch? Ist er zu blöde dafür"?

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Fußball ist ein schwieriges Geschäft

 (-02- 04.04.2000) -  Nun ist es also geschehen: Am 27. Spieltag der Bundesliga hat der FC Bayern München seinen Spitzenplatz an Bayer Leverkusen abtreten müssen. Noch vor einigen Wochen sah Bayern München wie der klare Meisterschaftsfavorit aus; verfügte er doch über ein relativ gutes Polster von mehreren Punkten Vorsprung. Jetzt spielten die Münchener beim Tabellensiebten VfL Wolfsburg - gegen einen krassen Außenseiter - wiederum nur unentschieden, während Leverkusen beim Münchener Nachbarn TSV 1860 gewann.

Wie die Münchener sich in Wolfsburg dargestellt haben, war eigentlikch das besondere. Nicht, daß man mal verlieren könnte, nein, der FC Bayern kann das offenbar nicht. Nach dem Wolfsburger Ausgleich in der 72. Minute wurden die Münchener immer nervöser und aggressiver. Mehrer gelbe Karten waren die Quittung für das ruppige Spiel immer mit dem Gedanken im Kopf "Wir dürfen nicht verlieren". Die Krönung des ganzen war aber die rote Karte für den "Spitzenspieler" Giovane Elber nach einer Tätlichkeit in der 80. Minute.

Spitzenspieler sind offenbar wie hochgezüchtete Rennpferde. Sobald etwas nicht nach Plan läuft, drehen sie durch. In Wolfsburg hat wenigstens Torhüter Kahn einen "klaren Kopf" behalten und beruhigend auf seine Mitspieler eingewirkt. Mal sehen, wie der FC Bayern die nächsten Wochen übersteht: Denn auch im Vorstand gibt es klare Ziele: Der dreifache Triumph: Pokal, Meisterschaft und Champions-League. Karl-Heinz Rummenigge, der Vizepräsident des FC Bayern, konnte jedenfalls so eine Einstellung wie in Wolfsburg nicht akzeptieren.

In dieses Gezeter paßt auch gut die Äußerung des Münchener Nationalspielers Jens Jeremies, der in aller Öffentlichkeit erklärte, die deutsche Nationalmannschaft befinde sich in einem jämmerlichen Zustand, wofür er indirekt den Teamchef Erich Ribbeck verantwortlich machte. Und doch will Erich Ribbeck ein "klärendes Gespräch" mit Jeremies führen. Ich verstehe es nicht. Spieler, die nicht akzeptieren, daß der Trainer allein für die Aufstellung verantwortlich ist und den Trainer in der Öffentlichkeit anklagen, haben ihre Aufgabe verfehlt. Sie haben zu spielen (gut zu spielen) - und sonst nichts. Jedenfalls ist nach meiner Einstellung kein Platz in der Nationalmannschaft für einen solchen Spieler. Ich würde auf ein klärendes Gesprüch verzichten und stattdessen einen "besseren" Spieler in die Nationalmannschaft einreihen.

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"Hooligans" - Schrecken des Fußballs

(-03- 07.04.2000) - Es ist nicht zu fassen, welche Schreckensmeldungen einige Vollidioten als Begleitung der nationalen und internationalen Fußballszeneverbreiten. Letzter Höhepunkt war die Auseinandersetzung britischer und türkischer "Fans" am 05. April 2000 in Istanbul anläßlich des UEFA-Cup-Halbfinales zwischen Galatasaray Istanbul und Leeds United, bei der nach einer Messerstecherei zwei britische Personen getötet worden sind. Das war in dieser Woche die vierte Meldung über ähnliche Vorfälle. Am letzten Wochenende gerieten sich Hooligans des ostdeutschen Regionalligaspiels VfB Leipzig und FC Sachsen in die Wolle. Zwei private Sicherheitskräfte wurden am Kopf verletzt, und 30 Sachsen-Anhänger stürmten die Vereinsgaststätte des VfB, wobei Schaukästen, Mobilar und Türen zerstört wurden. In Sevilla wüteten 100 Anhänger ihres FC nach dem Spielverlust gegen La Coruna. Sie besetzten die Kabine des Schiedsrichters, der ihre Mannschaft vermeintlich benachteiligt hatte, und zündeten mehrere Autos sowie einen Übertragungswagen an. In Italien gab es zur gleichen Zeit bei der Begegnung der 2. Liga zwischen Bergamo und Brescia eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen den Fans beider Vereine, bei denen es zahlreiche Verletzte - darunter 15 Polizisten, die im Krankenhaus behandelt werden mußten - und 40 Festnahmen gab.

Solche gewalttätigen Typen scheinen den Verstand verloren zu haben. Noch in guter Erinnerung ist der Gewaltakt deutscher Hooligans vom Juni 1998 beim Weltmeisterschaftsspiel Deutschland - Jugoslawien im französischen Lens, wo der Gendarm Daniel Nivel zum Krüppel geschlagen worden war. Die Täter sind von einem deutschen Gericht inzwischen zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Gut so! Die meisten anderen Schreckensereignisse sind schon (fast) vergessen.340 Menschen starben bei der bisher größten Katastrophe 1982 beim Europapokalspiel zwischen Spartak Moskau und dem FC Haarlem.Zuvor gab es schon 1977 einen Todesfall beim Bundesligaspiel zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München, als hunderte von Zuschauern die Stufen der Westtribüne hinunterfielen und 21 Tote im Februar 1981 nach dem türkischen Meisterschaftsspiel Olympiakos Piräus - AEK Athen, die in einem Stau starben, weil ein Ausgangstor nicht rechtzeitig geöffnet worden war.

Im Mai 1985 starben insgesamt 95 Menschen. 56 verbrannten im englischen Bradford beim Brand einer Holztribüne und 39 beim Zusammenbruch einer Tribünenmauer beim Endspiel um den Europapokal der Landesmeister zwischen FC Liverpool und Juventus Turin, nachdem die Fans beider Klubs aneinander geraten waren. Erneut gab es 95 Tote infolge Sturzverletzungen bei der Flucht von einer Tribüne beim Semifinale des englischen Pokals im April 1989 in Sheffield zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest. Und wieder war es eine Zusatztribüne, die zum Tod von 17 Zuschauern führte; diesmal im Mai 1992 beim Pokalspiel zwischen Bastia und Marseille.

Im Juni 1998 gab es nach brutalen Auseinandersetzungen zwischen Engländern, Franzosen und Tunesiern beim Weltmeisterschaftsspiel zwischen England und Tunesien in Marseille 16 Schwerverletzte. Und im Oktober des vergangenen Jahres starb ein 17jähriger bei Ausschreitungen während des Spiels zwischen Partizan und Roter Stern Belgrad, als er von einer Leuchtrakete getroffen worden war.

Man muß sich fragen, wann dieser Wahnsinn aufhören wird. Immer, wenn so etwas passiert, ist das Gezeter groß. Doch was hat sich bisher geändert? Nichts! Solange es erlaubt ist - vornehmlich bei internationalen Begegnungen - als Zuschauer teilzunehmen, wird es so weitergehen wie bisher. Kann das der Sinn eines Besuchs bei einem Fußballspiel sein, wenn die Ordnung nur durch überproportionale Präsenz von Sicherheitskräften aufrechterhalten werden kann? Die Polizeien reichen offenbar schon nicht mehr aus. In manchen Ländern müssen die Streitkräfte Verstärkungseinheiten bereitstellen. Und wer bezahlt solche Einsätze (übrigens auch die den deutschen Bundesligen)? Die Öffentlichkeit muß zahlen. Damit muß endlich Schluß sein. Ich fordere: Der Veranstalter - wer es auch immer sein mag - muß künftig die Einsätze öffentlicher Sicherheitskräfte bezahlen! Sowohl die FIFA als auch die UEFA und wohl auch der Deutsche Fußball-Bund und die Bundesliga-Vereine verfügen über soviele Finanzmittel, daß dies gefordert werden kann.

Und wenn das Sterben in Sportarenen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht aufhört, dann muß die ketzerische Frage erlaubt sein, wann endlich solche sportlichen Veranstaltungen "unter Ausschluß der Öffentlichkeit" ausgetragen werden müssen. Schließlich haben wir ja Fernsehen und Rundfunk. Über diese Medien muß der "Zuschauer" eben dann "sein" Spiel verfolgen. Ich weiß, allein der Gedanke an so etwas verursacht einen Aufschrei in der Bevölkerung. Und die Hooligans selbst? Sie können, wenn der Frust in ihnen wieder aufkommt, ihre eigenen Fernseh- oder Rundfunkgeräte kaputt schlagen. Das würde niemand stören, und kein anderer würde mehr verletzt oder gar getötet werden.

Nachtrag 1:

(24.06.2000) -  Inzwischen sind die Gruppenspiele der Fußball-Europameisterschaft in Belgien und den Niederlanden beendet. Beendet auch für die deutsche Nationalmannschaft, die mit nur einem Unentschieden gegen Rumänien Gruppen-Letzter geworden und demzufolge ausgeschieden ist. Beim Spiel gegen England, das die Engländer gewannen, gab es - wie befürchtet - wieder Randale britischer und deutscher Hooligans mit schweren Ausschreitungen; sie warfen mit Tischen, Stühlen und Flaschen. 16 Verletzte wurden registriert, darunter zwei Polizisten und 450 Festnahmen in Charleroi und schon in der Nacht zuvor in Brüssel 400 Festnahmen. Ein Belgier und ein Brite wurden bei einer Messerstecherei schwer verletzt. Die Invasion der Engländer hinterließ in Charleroi und Brüssel eine Spur der Verwüstung.

Und dann bemühen sich deutsche Vertreter - darunter Franz Beckenbauer und der (noch) Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, Meyer-Vorfelder - um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2006. "Die Chancen stehen gut", erklärte Beckenbauer. In meinen Augen müssen die Befürworter einer Europameisterschaft in Deutschland von allen guten Geistern verlassen sein. Wie kann man sich das antun? Wo doch zu befürchten ist, daß das Hooligan-Spektakel weitergehen wird. Niemand kann daran interessiert sein, daß in Deutschalnd randaliert wird, Fensterscheiben und Inventar zertrümmert, Autos angezündet und nicht zuletzt sogar Personen - darunter Polizisten - verletzt oder gar getötet werden.Ich wünsche den Städten eine feste Haltung gegenüber dem DFB. Ich wünsche, daß sich die Städte weigern werden, für derartige Spektakel ihre Stadien zur Verfügung zu stellen und daß sie sich ihrer Verpflichtung bewußt sind, Schaden von den Bürgern und ihren Städten abzuwehren.

Ich wünsche, daß der Verstand siegt. Aber wo ist der schon? Wenn man die Bilder sieht mit johlenden, gröhlenden, aggressiven Fans, muß man annehmen, daß zumindest diesem Personenkreis der Verstand abhanden gekommen ist.

Nachtrag 2:

(17.07.2000) - Nun ist es also doch geschehen: Mit einer Stimme Mehrheit vor Südafrika hat Deutschland den Zuschlag für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2006 erhalten. Und kaum ist dieser Akt protokolliert, bewerben sich schon sechzehn Städte, die ein Spiel oder mehrere Spiele bei der Weltmeisterschaft austragen möchten. Zunächst müssen jedoch für den Neu- oder Umbau sowie die Restaurierung oder Erweiterung dieser Stadien cirka 2,1 Milliarden Mark aufgewendet werden. Aber nicht nur die Städte, auch viele Andere erwarten einen hohen finanziellen Gewinn. Angeblich wird die deutsche Volkswirtschaft mit zehn Milliarden Mark an der Weltmeisterschaft profitieren. Bis zu einer Million ausländischer Besucher werden erwartet, was wiederum der Hotelbranche und den Sportartikelherstellern helfen soll. Es bleibt nur zu wünschen, daß all diese Prognosen auch in Erfüllung gehen und daß es den Veranstaltern nicht so ergeht wie bei der Weltausstellung in Hannover, die nach derzeitigen Erkenntnissen mit einem Verlust in Milliardenhöhe zu Ende gehen wird, weil die Besucher ausbleiben.Und die Schäden, die durch Hooligans zu erwarten sind, sind auch noch nicht gegengerechnet. Doch hierüber schweigt man lieber; es könnte ja das Bild einer heilen Welt und einer fröhlichen Weltmeisterschaft trüben.

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„Pro VfL Gummersbach" - Eine Fehlentscheidung

(-04- 05.06.2000) -  Ein Bärendienst ist es, den das Präsidium des Deutschen Handball-Bundes (DHB) dem VfL Gummersbach geleistet hat. Dem Verein, der sich in der Ersten Deutschen Hallenhandball-Bundesliga mit mehreren Millionen Mark verschuldet hat, ist die Lizenz eben wegen dieser Verschuldung versagt worden. Der Ligaausschuß sah keine Möglichkeit, daß sich der VfL wieder saniert. Auch der Gummersbacher Einspruch führte zu keinem anderen Ergebnis. Das Berufungsgremium bestätigte den Erstentscheid, und damit war Gummersbach zum Abstieg in die Regionalliga verdammt. Jetzt half nur noch "Gnade".

Und das Unglaubliche ist eingetreten.Das Präsidium des Deutschen Handball-Bundes hat im Gnadenwege entschieden, daß dem VfL Gummersbach die Lizenz für die Erste Bundesliga zu erteilen ist. Basta!

Der Zwangsabstieg ist mit dieser Entscheidung annulliert. Annulliert auch der Relegations-Aufstieg des TV Willstätt. Stattdessen gibt es weitee Entscheidungsspiele, bei denen auch der TV Wuppertal beteiligt ist, dessen Spieler jedoch schon in Urlaub geschickt waren, weil - wie es hieß - Gummersbach ja der Absteiger sei. Ein fast heilloses Durcheinander!

Und was ist zum DHB-Vorstand zu sagen? Mit diesem Gnadenerlaß muß er sich den Vorwurf der "Mauschelei" gefallen lassen. Und zwar deshalb, weil man annehmen muß, daß ein anderer deutscher Verein diese "Gnade" wohl kaum erfahren hätte. Aber beim VfL Gummersbach ist das etwas anderes. Es ist als der erfolgreichste deutsche Verein gewissermaßen ein Denkmal und - nicht zu vergessen - ein Gummersbacher ist Präsident des Deutschen Handball-Bundes und ein anderer Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Da sind die Beziehungen ziemlich eng!  Gegenüber den Entscheidungen des Liga-Ausschusses seien „neue Erkenntnisse" aufgetreten - so der Präsident des DHB. Aber welche, das hat er nicht gesagt; wohl aber, daß er nicht daran denke, der Forderung der Bundesliga-Vereine nachzukommen und zurückzutreten. Der Verein wird damit leben müssen. Ob er gut damit leben kann, ist eine andere Frage. Es ist kaum anzunehmen, daß die Schuldenlast geringer wird.Und vielleicht folgt dem krampfhaften Klassenerhalt im nächsten Jahr doch der Abstieg. Warten wir's ab.

Den "Schwarzen Peter" hat der DHB aber in der Tasche. Geben wir ihm die "Rote Karte" noch dazu.

Nachtrag 1:

(04.07.2000) -  Ein Trauerspiel! Sechs Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison haben die Vereine noch immer keinen Spielplan! Und das, weil noch immer nicht feststeht, mit wieviel Vereinen die Liga starten wird. Der HC Wuppertal und auch der TV Willstätt haben nämlich auf dem Zivilrechtswege den Klassenerhalt "erstritten". Über den VfL Gummersbach entscheidet das ständige Schiedsgericht des DHB erst am 07. Juli 2000. Erst nach dem Spruch des Schiedsgerichts steht dann fest, ob die Liga mit 18 oder mit 19 Vereinen spielen muß. "Es ist eine Katastrophe für alle Vereine; denn sie können nicht planen, keine Eintrittskarten verkaufen und keine Hallenverträge abschließen", so der Ligaausschuß-Vorsitzende Heinz Jacobsen (Kiel). Am 11. Juli soll der Spielplan stehen - und am 12. August erfolgt der Start. Die Vereine rotieren, sind sauer - und das zu Recht. Die Suppe hat ihnen nicht der VfL Gummersbach, sondern das Präsidium des Deutschen Handball-Bundes eingebrockt. Ob es nicht doch Zeit ist, Konsequenzen zu ziehen?

Nachtrag 2:

(07.09.2000) - Alles war ganz anders, erklärte der DHB-Vizepräsident Recht, Heinz Winden (Trier) zu dem gesamten Verfahren. Wenn die Presse davon berichtet habe, das DHB-Präsidium habe den VfL Gummersbach auf dem "Gnadenwege" in der Bundesliga belassen, so sei dies eine Verdrehung der Wahrheit und der Rechtslage.Im Lizenzierungsverfahren gebe es kein Gnadenverfahren.Und "die Lizenzerteilung für den VfL Gummersbach sei aus zwingenden Rechtsgründen erfolgt, weil der Verein aufgrund der zum Zeitpunkt der Präsidiumsentscheidung vorliegenden Unterlagen einen Rechtsanspruch auf Erteilung der Bundesliga-Spielklassenberechtigung" gehabt habe. Alles sei rechtmäßig zugegangen, so Winden, und aus diesem Grunde gebe es für den objektiven, gewissenhaften Betrachter keinen "casus VfL Gummersbach".

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"Flickschusterei" beim DFB - Ein zweifelhafter "Neuanfang"

(-05- 04.07.2000) -  Nach dem Desaster bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 (die deutsche Nationalmannschaft hat immerhin den fünfzehnten. von 16 Plätzen belegt) und dem Rücktritt des Teamchefs Erich Ribbeck galt es für den Deutschen Fußball-Bund, einen neuen verantwortlichen Trainer für die Nationalmannschaft zu finden. Was dabei herausgekommen ist, ist in meinen Augen ein Trauerspiel. Während DFB-Vizepräsident Franz Beckenbauer die Berufung Rudi Völlers (Manager bei Bayer Leverkusen) als "vernünftige Lösung" bezeichnete, sprach FIFA-Präsident Sepp Blatter (Schweiz) von einer "Flickschusterei des DFB".

Rudi Völler also wird  auch ohne Fußball-Lehrer-Lizenz (wie damals Franz Beckenbauer) Interims-Teamchef bis Ende Juni 2001. Für diese Zeit muß er sich jedoch noch einen adäquaten Trainer (oder Übungsleiter) suchen, der ihm als "Chef" die "einfachen Arbeiten" abnehmen muß. Später soll Christoph Daum - noch Trainer bei Bayer Leverkusen - die Verantwortung für den DFB übernehmen. Leverkusen entließ ihn jetzt noch nicht aus dem Vertrag, hat aber nichts dagegen, daß er schon beratend mitwirkt. Beratend ebenso wie Bayern Münchens Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge als Vorsitzender eines neu zu bildendes Gremiums, in dem die Vereine vertreten sein sollen, die Spieler für die Nationalmannschaft abstellen. Wahrlich eine grandiose Lösung, weshalb Rudi Völler auch schon lauthals verkündet hat, daß er "für die Nominierung der Nationalspieler und auch für die Aufstellung allein verantwortlich" sei. Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Oder soll ich sagen: "Viele Köche verderben den Brei"?

Neben dem "späteren" Trainer Christoph Daum war auch Bayern Münchens Trainer Othmar Hitzfeld als Bundestrainer im Gespräch. Aber auch die Bayern wollten ihn nicht - wie Leverkusen - aus seinem Vertrag entlassen. Jedenfalls hat Franz Beckenbauer die jetzige "Lösung" geschickt eingefädelt. Wenn er schon nicht sofort den Leverkusener Tainer haben kann, so bekommt er wenigstens deren Manager, der gleichzeitig als Berater  seinen jetzigen Trainer akzeptieren muß. Damit ist Bayern Münchens ärgster Konkurrent Leverkusen so "geschwächt", daß es für Bayern München ein Leichtes sein wird, auch im nächsten Jahr wieder die Deutsche Meisterschaft zu erringen, wobei mir ein weiteres Sprichwort einfällt: "Der gute Mann denkt an sich selbst zuletzt" oder heißt es nicht besser "Der gute Mann denkt an sich - selbst zuletzt"? 

Und die Lösung wird auch in der deutschen Presse entsprechend kommentiert. "Mit Daum in der Warteschleife bleibt sich der DFB seiner Hilflosigkeit treu" (Leipziger Volkszeitung), "Was der DFB . . . präsentierte, gleicht einem Armutszeugnis" (Magdeburger Volksstimme), "Rudi Völler Bundestrainer, das klang erst einmal wie ein schlechter Witz" (Weser Kurier). Und aus Völler, Daum und Rummenigge macht die BILD-Zeitung "Rudi Daumnigge" und meint dazu "drei, denen kein fauler Fußball-Millionär auf der Nase herumtanzt".

In einem Jahr wissen wir mehr. Dann wird sich erweisen, ob es "eine vernünftige Lösung" war oder nur "Flickschusterei".

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Größenwahnsinn: FC Bayern München hebt ab

(-06- 20.07.2000) -  Jetzt scheint er durchzudrehen - der Vorstand des FC Bayern München. Das "Triple" ist für die kommende Spielzeit angesagt, drunter machen's die Bayern nicht. Sie wollen wieder Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger werden und - was am meisten zählt - nicht nur wieder ins Finale der Champions-League kommen, sondern es auch noch gewinnen. Das erklärte Ziel ist an sich nicht ehrenrührig. Im vergangenen Jahr konnte dieses Ziel allerdings nicht erreicht werden, und ob es diesmal klappt, bleibt abzuwarten. Dennoch, im nationalen Bereich hat Bayern München die Nase vorn und auch gute Aussichten. Nicht von ungefähr kauft der Verein in Deutschland den übrigen Vereinen die besten Spieler weg und setzt sie dann auf die Reservebank, nur damit diese Spieler "aus dem Verkehr gezogen" sind. Wenn man soviel Geld hat, kann man so etwas machen. Und deshalb möchte man auch stets in der Champions-League spielen; denn da sprudelt das Geld - selbst bei einer Niederlage kassiert der Verein noch eine Million Mark

Warum der Verein Bayern München aber ein neues Stadion haben möchte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Gibt es doch in München das Olympia-Stadion, das allerdings 2002 umgebaut werden soll. Das aber ist Franz Beckenbauer offenbar zu wenig. Er verlangt ein eigenes Stadion. "Wenn es keine Lösung gibt, werden wir mit unseren Fans aktiv", tönte dann auch Manager Ulli Hoeneß und "Stadt und Land müssten 400 bis 500 Millionen Mark rausrücken, um ein adäquates Stadion bauen zu können". Da aber hakt es bei mir aus. Wieso soll eigentlich die Öffentlichkeit (die Bürger; auch diejenigen, die mit Fußball überhaupt nichts zu tun haben wollen) für ein neues Stadion "des FC Bayern München" Geld zur Verfügung stellen, wo doch ein öffentliches Stadion vorhanden ist? Wenn die Bayern ein eigenes Stadion haben wollen, dann sollen sie es gefälligst selbst bezahlen und auch unterhalten. Das ist nicht zuviel verlangt, haben sie doch hunderte von Millionen, um jährlich zu überhöhten Preisen Spieler einkaufen und diese auch ebenso überteuert bezahlen zu können.

Ich hoffe, das Land Bayern und die Stadt München bleiben hart. Aber das ist wahrscheinlich nur Wunschdenken.

Nachtrag:

(02.10.2001) -  Offenbar ist die Sache doch noch nicht spruchreif, und es gibt viele Bürger, die anderer Meinung sind als der FC Bayern und 1860 München. Nach einer Forsa-Umfrage bekommen nämlich die beiden Vereine doch keine neue Fußball-Arena in München; denn noch nicht einmal ein Drittel der Einwohner befürwortet die Planung der Verwaltung, die nach dem Willen der beiden Vereine ein neues Stadion im Norden von München bauen will. Am 21. Oktober gibt es hierüber einen Bürgerentscheid. Bei dieser Abstimmung benötigen die Befürworter 95 000 Stimmen. Wir wollen mal sehen, ob die Bürger "umfallen" und damit die Wünsche der Beckenbauer&Co., die angesichts der "Schalke-Arena" wohl vor Neid erblassen,  doch noch unterstützen.

Ob dieser "niederschmetternden" Aussichten hat sich - wie könnte es anders sein - natürlich Bayerns Vordenker Franz Beckenbauer zu Wort gemeldet. Beim Scheitern des geplanten Neubaus werde Bayern München seine Spiele außerhalb Münchens austragen, droht er! Vielleicht denkt er dabei an die Stadien in Ingolstadt, Fürstenfeldbruck oder Starnberg. Das wäre fürwahr ein großer Fortschritt! "Dann lassen wir einfach das München weg; dann sind wir nur der FC Bayern", tönt er. "Es wäre die größte Blamage, die sich eine Stadt leisten kann", stellt er fest. Na ja; er muß es ja wissen. Da aber muß viel Durcheinander in seinem Hirn sein. Der FC Bayern München ist nämlich nur ein Pseudo-Sportverein. Real ist er ein Wirtschaftsunternehmen, und ich frage mich, wieso jemand mit solch einer Dreistigkeit von der Öffentlichkeit verlangt, aus Steuergeldern einem solchen Unternehmen eine Heimstatt zu finanzieren.

Und kaum gesagt, bemüht sich Bayern-Manager Uli Hoeneß um Schadensbegrenzung. "Das war eine emotionale, persönliche Äußerung von Franz Beckenbauer. Wir beschäftigen uns nicht damit", erklärt er. Wobei einmal mehr dargestellt wird, welch Durcheinander in der Vereinsführung von Bayern München herrscht. Oder sollten es - abgesehen davon, daß Franz Beckerbauer die Neigung hat, sich aber auch wirklich zu allem zu äußern - mal wieder die bösen Medien gewesen sein, die nichts eiligeres zu tun hatten, als Beckenbauers Äußerung flugs zu verbreiten - so wie alle sonstigen Gedanken, Meinungen und Äußerungen des guten Kaisers Franz I.

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Die Formel 1 und Michael Schumacher

(-07- 31.07.2000) -  Es ist ein Jammer. Beim gestrigen "Großen Preis von Deutschland" auf dem Hockenheim-Ring fielen die meisten deutschen Automobil-Rennsport-Fans erneut in ein tiefes Loch. Genau wie vor zwei Wochen beim "Großen Preis von Österreich" reichte es für Idol Michael Schumacher nur für eine Renndistanz von 300 Metern. In beiden Fällen "wurde er von der Piste geschossen". Nun ist die Trauer groß; denn schon wieder konnte Schumacher nicht punkten. Der "Sündenbock" Fisichella wies alle Schuld von sich, und - wie man deutlich sehen konnte - auch zu Recht. Schumacher ist da anderer Meinung. "Wenn Autos vor ihm (Fisichella) sind, muß er ein bißchen früher bremsen", meinte er. Aber Fisichella war nicht zu dicht aufgefahren, wie die Rhein-Zeitung schrieb, sondern Schumacher hat ihn "geschnitten", so daß Fisichella wohl kaum Zeit hatte,    den Unfall zu vermeiden. Fest steht, daß Michael Schumacher quer über die Piste auf Fisichellas Bahn schoß. Und das war nicht das erste Mal so. "Aufgepaßt, hier komme ich, mach’ Platz!", ist Schumachers Maxime, jedoch die anderen Fahrer sehen das wahrscheinlich etwas anders - ich auch.

Für den Verlauf des Rennes war es ein glücklicher Umstand, daß Schumacher nicht mehr dabei war. So bekamen die Fernseh-Zuschauer auch einmal die übrigen Fahrer (auch in den hinteren Reihen) zu sehen, etwas, was es sonst üblicher Weise nicht gibt. Denn bei der Vorliebe für Schumacher bleiben die Kameras in der Regel eben auf ihm - langweilig! Und manchmal kotzt es mich an. Als ob es sonst in Deutschland keine anderern Fahrer gäbe. Frentzen, Bruder Ralf Schumacher und  Heidfeld werden kaum erwähnt, selbst dann nicht, wenn sie Gutes leisten. In der Presse ist es ebenso. Weshalb Michael Schumacher in schöner Regelmäßigkeit auf der Titelseite der Rhein-Zeitung erscheint, ist mir nicht erklärlich. Selbst am Tag nach seinem erneuten Ausscheiden, mußte er auf der Titelseite erscheinen. Vielleicht weil er trotz des Ausscheidens seine führende Position in der Weltmeisterschafts-Wertung (ohne eigenes Zutun) verteidigt hat. Sein Team-Kollege Rubens Barrichello gewann schließlich nach einer sehenswerten Fahrt verdient und "rettete" damit Schumachers Position.

Trotzdem hätten die beiden McLaren-Mercedes-Fahrer Mika Häkkinen und David Coulthard den dritten Doppelsieg hintereinander einfahren müssen; denn sie lagen mit großem Vorsprung in Führung, als ein Zuschauer von allen guten Geistern verlassen und offensichtlich in totaler geistiger Umnachtung über die Rennstrecke spazierte und den Rennverlauf völlig auf den Kopf stellte, weil das Feld in den nächsten drei Runden hinter dem eingesetzten Sicherheits-Auto wieder zusammen rückte, bevor der große Regen begann und McLaren-Mercedes auf Regenreifen wechselte - ein taktischer Fehler, wie sich später herausstellte. Denn Barrichello im Ferrari-Stall tat das nicht und sicherte sich damit den entscheidenden Vorsprung zum Sieg.

Und Michael Schumacher wird es auch in den nächsten Rennen nicht leicht haben, ebenso wie die Weltmeisterschaft noch lange nicht entschieden ist. Durch seinen gestrigen Erfolg hat selbst Rubens Barrichello noch eine Titelchance, wenn ihn die Ferrari-"Strallregie" nicht zwingt, "Big-Brother" Michael Schumacher gewinnen zu lassen.

Ich wünsche mir weitere schöne und spannende Rennen und vor allem faires Verhalten - auch und gerade von Michael Schumacher.

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Sponsoring,  für viele ein Ärgernis - Fehlverhalten der Politik

(-08- 03.09.2000) -  Was für viele eine Wohltat ist, ist für andere ein Ärgernis. "Sponsoring" heißt es heute, wenn jemand einem anderen einen Vorteil zuwendet - meist als Geldzuwendung. Nun kann man nicht verhindern (und man will es auch grundsätzlich nicht), wenn jemand einem anderen etwas schenkt. Hier hat solches aber einen faden Beigeschmack. Denn wenn Firmen beispielsweise einem Sportverein eine finanzielle Unterstützung leisten, tun sie dies "vor Steuern". Damit reduzieren sie ihr steuerpflichtiges Einkommen - der Staat verzichtet auf einen Teil seiner Steuern, für die evtl. andere Personen oder Betriebe einstehen müssen.

Besonders ärgerlich ist es aber, wenn eine bestimmte Firma einer bestimmten Person oder einem bestimmten Verein Geld zuwendet und dieselbe Firma sich nicht scheut, ihr Produkt gegenüber dem Käufer zu verteuern. So geschehen vor zwei Wochen. Die RWE-AG Essen zahlt an den derzeitigen Trainer des Fußball-Erstligisten Bayer 04 Leverkusen und designierten Bundestrainer Christoph Daum als persönlichen Werbepartner einen Betrag von 10 Millionen Mark nur weil er für die Dauer von sechs Jahren einen bestimmten blauen Anzug trägt. Es darf angenommen werden, daß Daum mehrere solcher Anzüge zur Verfügung hat und nicht denselben Anzug sechs Jahre tragen muß). Aber hier hakt es bei mir aus. Anfang des Jahres hat RWE die Strompreise erhöht, und jetzt werden 10 Millionen Mark "zum Fenster hinausgeworfen". Wie komme ich überhaupt dazu, Herrn Daums Anzüge überproportional zu finanzieren. Die "kleinen Strombezieher" müssen nicht nur das bezahlen, sondern auch indirekt höhere Steuern oder Abgaben, weil eben diese 10 Millionen Mark seitens RWE nicht versteuert worden sind.

In meinen Augen ist es ein Skandal! Die Politik gewährt der Wirtschaft Steuervorteile, was die Wirtschaft wiederum in die Lage versetzt, mit horrenden Summen   anderen finanzielle Vorteile zu verschaffen nach dem Motto "eine Hand wäscht die andere". Letztlich muß der "kleine Mann" am Ende der unseligen Kette alles bezahlen, während wenige (siehe Daum) zu ihrem ohnehin nicht geringen Einkommen noch weitere Millionen "in den Hintern geblasen bekommen". Hätte ich mir nicht schon vor einem Jahr einen anderen Stromlieferanten gesucht, wäre der Vorfall mit Christoph Daum für mich nunmehr Anlaß, das Vertragsverhältnis mit RWE zu kündigen.

Ähnlich ist es mit der Deutschen Post AG und der Formel 1. Einerseits erklärt die Post, es sei notwendig, das Porto für verschiedene Dienstleistungen zu erhöhen, andererseits hat sie einen hohen zweistelligen Millionenbetrag übrig, um ihr Posthorn auf die gelben Flitzer der Marke Jordan-Mugen-Honda kleben zu dürfen. Ich betrachte dies als moderne Abart von Korruption und Veruntreuung. Denn ich denke, daß auch eine Aktiengesellschaft pfleglich mit dem Geld umgehen muß, das Dritte ihr zukommen lassen müssen, weil sie (noch) keine andere Möglichkeit haben, ihre Briefe und Postkarten zu befördern.

Und noch einmal zur Politik. Da wird das Steuerrecht gerade geändert. (vgl. Beitrag unter Politik 8: "Kampf um die Steuerreform - Eine Hand wäscht die andere")Bisher habe ich nichts davon gehört, daß Sponsorengelder nicht aus unversteuertem Vermögen gezahlt werden dürfen. Also bleibt es bei der bisherigen Form. Eine Schande ist dies. Diese Gelder gehören versteuert. Erst wenn das geschehen ist, darf der, der das Geld hat, damit machen was er will: Sponsern!

Nachtrag:

(28-09-2000) - Hierhin passen gut einige Meldungen aus der Presse: Nicht Michael Schumacher - wie weitgehend angenommen wird mit einem Jahreseinkommen von rund 100 Millionen Mark - ist der Sportler mit dem höchsten Jahreseinkommen, sondern es ist der amerikanische Golfprofi Tiger Woods, der - 24jährig - in dieser Saison nicht nur fürs Golfspiel 69 Millionen US-Dollar erhält, sondern für Werbeverträge mit zwölf Firmen weitere 125 Millionen Deutsche Mark. Damit liegt sein Jahreseinkommen bei rund 277 Millionen Mark, was einem Tagessatz von rund 758 Tausend Mark entspricht. Es gibt ganze Familien, die eine solche Summe in ihrem gesamten Leben nicht erreichen können.

Und wer verdient bei den Frauen am meisten? Es sind nicht die die z. Z. besten Tennisspielerinnen der Welt, Martina Hingis (Schweiz) und Lindsay Davenport (USA), sondern die russische Tennisspielerin Anna Kurnikowa, die in ihrer Laufbahn noch nie ein Turnier gewonnen hat. Sie erhält von den Sponsoren den Vortritt wegen ihres guten Aussehens und ihrer "Ausstrahlung". Wo sie auftritt, scharen sich die Fotoreporter und überhaupt die Männer um sie. Grund genug für die Industrie, diese Spielerin als Werbeträgerin zu "benutzen". Dem Vernehmen nach beträgt ihr Jahreseinkommen etwa 50 Millionen Mark.

Es wäre sinnvoller, solche Summen für soziale Zwecke notleidender Menschen auf der ganzen Welt auszugeben, als sie einigen wenigen, auserwählten Personen förmlich "in den Rachen zu schmeißen". Wie aber kann man der Industrie solche Überlegungen unterstellen? Es geht doch nur um den eigenen Profit und die Möglichkeit, dem Staat notwendige Steuereinnahmen im Wege leider legaler Steuerhinterziehung vorzuenthalten.

2. Nachtrag:

(24.08.2002) - Noch ein Nachtrag scheint heute angebracht, weil die Deutsche Telekom wieder auf sich aufmerksam gemacht hat. Nein, nicht, weil die Aktien gestiegen wären (für viele Kleinanleger wäre das ein freudiges Ereignis), sondern es geht diesmal um 20 Millionen Sponsorengelder, die sie dem deutschen Nobelverein FC Bayern München zukommen ließ. Da ist die Freude groß bei den Kleinaktionären. Die Aktien fallen und fallen, die Telekom hat nur Negativ-Schlagzeilen (ihr bisheriger Chef Ron Sommer mußte wegen angeblicher Mißwirtschaft "seinen Hut nehmen"), aber die Telekom hat allemal noch Geld übrig, um es dem Grösus der Fußball-Bundesliga "hinterherzuwerfen". Und das alles trotz eines "Rekordverlustes", den die Telekom im ersten Halbjahr 2002 eingefahren hat: Einen Fehlbetrag von 3,9 Milliarden Euro! Deshalb hat die Telekom einen harten Sparkurs angekündigt. Man fragt sich wirklich, warum bei solch einem Zustand noch Sponsorengelder gezahlt werden. Eine Senkung der Telefongebühren hätte die Anleger mehr gefreut. Und werbeträchtig wäre es auch!

Unabhängig davon (oder gerade deswegen) gibt es beim FC Bayern Ärger, weil der eigene Klub-Präsident Franz Beckenbauer währenddessen unverdrossen für die Telekom-Konkurrenz Mobilwettbewerber 02 wirbt und dafür angeblich in zwei Jahren drei Millionen (!) Euro kassiert. Man muß sich fragen, wieso einer Einzelperson für derartige Werbung eine solch hohe Summe zugedacht wird. Bei den Verantwortlichen dieser Firma tickt offenbar etwas nicht richtig. Man könnte auch sagen: "Sie haben nicht mehr alle Tassen im Schrank"

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Sport im Fernsehen - Medien-Mogul Kirch pokert hoch

(-9- 23.02.2001) -  Das Gezeter um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (siehe vorstehend Nachtrag 1 zu Beitrag 3: "Hooligans" - Schrecken des Fußballs) ist noch nicht richtig verklungen, gibt es schon wieder neuen Ärger. Leo Kirch, der die Übertragungsrechte von der FIFA teuer erworben hat, konnte sich mit der ARD und dem ZDF über den Preis nicht einigen. Die "Öffentlich-rechtlichen" wollten das Recht als Paket für die Übertragung der Fußballweltmeisterschaften 2002 in Japan und 2006 in Deutschland erwerben. Aber 750 Millionen Mark waren Herrn Kirch zu wenig. Nun droht er damit, die Übertragungsrechte an die "freien" Fernsehsender zu verkaufen. Das kann aber ein Bumerang für Kirch werden, ist er doch selbst an dem meisten freien Sendern beteiligt. Es kann ihm also passieren, daß er auf seinen "Rechten" sitzen bleibt oder sie "unter Wert" verkaufen muß.

Dem Zuschauer kann's egal sein. Ob er die Fußballspiele aus "der ersten Reihe" in ARD oder ZDF sieht oder in einem anderen Sender. Störend werden nur die vielen Werbe-Einblendungen bei den "Freien" sein, aber man kann es so machen wie ich: Ich schalte für die Dauer der Werbung in einen anderen Kanal! Daß der Zuschauer alle WM-Spiele sehen kann, ist jedenfalls garantiert. Er muß nicht befürchten, auf den Kirch-eigenen Fernsehsender "Premiere World" verwiesen zu werden, den er nur sehen kann, wenn er dafür extra bezahlt. Was sollen also die Spielchen mit dem Geld. Ich finde es richtig, daß ARD und ZDF mit "unseren" Fernsehgebühren umsichtig umgehen und nicht jeden Preis für Übertragungsrechte zahlen. Ein Aufschrei der Fußball-Fans (und auch der des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, SPD) ist hier fehl am Platz. Wichtiger ist vielmehr, daß die Firma Kirch als Monopolist nicht die gesamte Fernseh- und Radiowelt in seinem Sinne (besser: Nach seinem Geld) "unterjochen" kann. Letztlich wird er schon verkaufen; egal ob zu diesem oder jenen Preis. Denn auch die "freien Sender" sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen. Und wenn er dann "unter Preis" verkaufen muß, geschieht's ihm recht.

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Und auch bei der Übertragung der Formel 1 hat Kirch (wie könnte es anders sein) die Finger im Spiel, der seine Beteiligung (zusammen mit EM.TV) in der Formel-Eins-Holdung SLEC gerne von 50 auf 75 Prozent aufstocken möchte. Die Formel-Eins-Macher Bernie Ecclestone und Max Mosley haben aber entschieden etwas dagegen. Immerhin vergibt die SLEC die wertvollen Übertragungsrechte. Und wenn Kirch 75 Prozent hält, kann sich jeder leicht ausrechnen, wer dann "am langen Hebel" sitzt. Schließlich ist die Formel-Eins-Übertragung so wertvoll, daß Firmen gerne bereit sind, für jede Sekunde (!) der Werbung 10.000 Mark zu zahlen.

Sport ist die schönste Nebensache der Welt! - Wirklich? - Nein: Sport ist nur noch Mittel zum Zweck. Der Zweck ist Geldverdienen - koste es was es wolle. Arme Gesellschaft!

Und wie so oft: Auch dieses Problem ist hausgemacht. Wenn sich niemand mehr die Übertragungen im Fernsehen anschauen würde, wäre das Problem schnell beseitigt. Doch das wollen wir sicher nicht. Auch ich selbst sehe gerne hochklassige sportliche Veranstaltungen. Ob Fußball oder Formel eins ist nebensächlich. Es gibt auch andere tolle Sportarten, die sehenswert sind. - Aber "Pay-TV" (besser: Kirch-TV gegen Extra-Bezahlung) nein danke!

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Hohe Schulden für den Sport?

(-10- 21.03.2001) -  Da traue ich meinen Augen nicht. Lese ich doch in der Presse (Rhein-Zeitung vom 20.03.2001), daß  das deutsche Eistanz-Spitzenpaar René Lohse und Kati Winkler "Schulden in fünfstelliger Höhe machen muß, um seinen Sport betreiben zu können". Finanziell reiche es hinten und vorne nicht, erklärten die Sportler, weil sie ein Problem mit der Deutschen Eislauf-Union haben, die ihnen Zuschüsse zu den Kosten ihrer Weltmeisterschaftskostüme und einem Trainingslager verweigerte.

Lohse und Winkler wissen es wohl selbst am besten, daß die Kosten gerade im Eiskunstlauf sehr hoch sind. Die Frage sei aber erlaubt, wer denn überhaupt solche Kosten bezahlen soll, wenn zunächst nicht der, den den Sport betreibt? Zwar genießen in anderen Sportarten die "Betreiber" zum Teil (zu) hohe Zuwendungen, aber in Individualsportarten ist das offensichtlich nicht so; es sei denn, man hat einen finanzkräftigen Sponsor! Womit wir wieder beim Thema wären. - Man muß sich halt "nach der Decke strecken". Und diese ist im vorliegenden Fall offensichtlich zu kurz. Was läge also näher, unter diesen Umständen auf ein "billigeres" Kleid zurückzugreifen und auf ein Trainingslager zu verzichten?

Die Aussage, sich verschulden zu müssen, um Sport betreiben zu können, ist nicht akzeptabel. Eiskunstlauf  kann auch ohne oder mit weniger Geld betrieben werden, so wie es viele tausend Sportler ständig beweisen. Lohse/Winkler reicht aber das "normale" Eis(kunst)laufen offenbar nicht aus. Sie wollen mehr: Erfolg, Anerkennung, Ruhm, und Geld.

Zu der Frage, ob es sich die Deutsche Eislauf-Union überhaupt leisten kann, solche Zuschüsse (wie gefordert) zahlen zu können, vermag ich mich nicht zu äußern. Vielleicht reichen die Finanzen dieser Organisation gerade aus, um den Breitensport zu fördern - das Geld also dafür auszugeben, daß möglichst viele den Sport betreiben können (wenn auch nicht auf der Ebene einer Europa- oder Weltmeisterschaft). Zwar möchte ich Breiten- und Leistungssport nicht gegeneinander ausspielen, unter dem Strich wären mir aber "viele" Breitensportler lieber als zwei oder drei Spitzensportler, die subjektiv den anderen "auf der Tasche liegen". Auch für die Volksgesundheit wäre das wohl die bessere Lösung.

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Korruption? - Die Ehrenmänner des IOC

(-11- 20.09.2001) -  Das verschlägt einem die Sprache! Fast tagtäglich ist in Presse, Rundfunk und Fernsehen die Rede von Bestechlichkeit, Korruption und Bereicherung irgendwelcher "Würdenträger" - von Personen, denen man es erstens kaum oder nicht zugetraut hätte und die es zweitens gar nicht nötig hätten, weil sie sowieso schon genug haben. Aber: "Je mehr er hat, je mehr er will". Das ist nichts neues.

Wissen wir doch schon seit Jahren, daß es auch in dem hohen "Internationalen Olympischen Comitee" (IOC) nicht immer mit rechten Dingen zuging, entnehme ich heute der Presse, daß  der kanadische "Saubermann" Dick Pound zum Kreis der auffällig gewordenen Personen gehört. Als vor zwei Jahren bei der Vergabe von olympischen Austragungsstätten mehrere IOC-Mitglieder auffielen, die  unberechtigt Geschenke der Bewerber angenommen hatten und sich damit als bestechlich erwiesen, ging schon ein Raunen durch die Sportwelt, nicht zuletzt deswegen, weil auch der Präsident des IOC, Juan Antonio Samaranch, zum Kreis der Verdächtigen gehörte. Während deswegen einige nationale Vertreter aus dem IOC ausgeschlossen wurden, überstand Samaranch diese Prozedur fast unbeschadet; nur ein kleiner Restverdacht blieb übrig. Wieder einmal hatte er es verstanden, "sich reinzuwaschen". Und dabei deutete vieles darauf  hin, daß Samaranch keineswegs der Saubermann ist, für den er sich immer ausgab. Selbstbewußtsein hatte er ja, man könnte auch sagen Arroganz, und damit brachte er immer wieder alle Kritiker zum Schweigen. Daß er zum Beispiel verlangte, mit "Excellenz" angesprochen zu werden, entsprach voll und ganz seinem Naturell. Verwunderlich ist nur, daß die Mitglieder des IOC diesem Wunsch auch nachkamen. Das was früher nur für Könige und Fürsten galt, nahm Samaranch für sich in Anspruch, obwohl die heutigen Fürsten weitgehend auf eine solche Anrede verzichten. - Eine Führungskraft eben, eine hochrangige, der Juan Antonio - und so gab er sich auch.

Vor diesem Hintergrund verwundert es auch nicht, daß er sich fühlte wie ein Fürst. Er hielt Hof. Und dafür braucht man eine geeignete Unterkunft. Bei den olympischen Spielen in Japan hatte er eine solche. Er residierte in einer Hotelsuite, die sage und schreibe täglich die Summe von sechstausend Dollar verschlang. Und niemand regte sich auf. Das IOC hat's ja. Die eigentlichen Helden einer solchen Veranstaltung wie Olympia, die Leichtathleten und Spieler/innen, müssen sich verhöhnt vorkommen, "residieren" sie doch in einem Camp in Doppelzimmern auf engem Raum.

Doch zurück zu Dick Pound. Er soll in seiner Zeit als Marketingchef des IOC rund drei Millionen Dollar bezogen haben, was einem jährlichen Salär von 200 000 Dollar entspricht. Grundlage für dieses "Geschäft" war angeblich eine private Vereinbarung mit dem ehemaligen IOC-Chef Juan Antonio Samaranch über "rechtliche Beratung". Nun mag sich Pound mit dieser Summe dafür trösten, daß er es nicht geschafft hat, Nachfolger Samaranchs zu werden, wofür die Olympioniken sich freuen können. Denn der derzeitige Chef, der Belgier Jacques Rogge, ließ verkünden: "Unter mir wird es derartige Vorgänge nicht mehr geben". Auch darüber können sich die Olympioniken freuen. Die Frage ist nur, wie lange sich Rogge "mit solchen Ansichten" halten kann.

Und daß Fürst Juan Antonio Samaranch irgendwann einmal heilig gesprochen werden soll, ist ein Gerücht. Höchstens zum Schein - "scheinheilig" gewissermaßen!

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RTL - der hilfreiche? - RTL - der unersättliche!

(-12- 10.01.2002) -  Jeder, der nur etwas Interesse am Skispringen hat, wird in diesem Jahr die Veranstaltungen der Jubiläums-"Vier-Schanzen-Tournee" nicht versäumt haben. Denn erstmals ist es einem Athleten gelungen, alle Springen zu gewinnen. Und daß dies dem Deutschen Sven Hannawald gelang, empfanden die Zuschauer besonders schön. Besonders schön fanden dies wohl auch die Verantwortlichen des Kölner Fernsehsenders RTL, die in der Schlußphase des Springens den grandiosen Spitzenwert von 14,89 Millionen Live-Zuschauern wohl "wohlwollend" registriert haben mögen.

Flugs hatten sie einen neuen Vorschlag parat: Die Organisation der Springveranstaltungen soll revolutioniert werden. So sollen beispielsweise die Spitzenathleten (die15 besten der aktuellen Weltrangliste) künftig an der jeweiligen Qualifikation teilnehmen müssen, damit die vielen Zuschauer ihre Lieblinge auch öfter sehen können. Dieses caritative Denken der Fernsehmacher überrascht nicht; rechnen sie doch damit, daß dadurch noch mehr Zuschauer RTL (früher) einschalten, womit sichergestellt wäre, daß auch mehr Zuschauer die ständigen Werbeunterbrechungen "miterleben" könnten, was wiederum für RTL lukrativ wäre, brächte es doch mehr Geld in die eigenen Kassen!

Damit steht fest, daß RTL nur pekuniär an den Zuschauern interessiert ist - im eigenen Interesse, weniger im Interesse der Zuschauer. Ob dabei möglicherweise die Athleten "verschlissen" werden, interessiert RTL wohl auch nicht. Hauptsache ist, der Rubel rollt.

RTL hält die Zuschauer wohl für dumm genug, dieses Spiel nicht zu durchschauen. Kein Wunder! Läßt RTL doch keine Gelegenheit ungenutzt, die Zuschauer selbst mehr und mehr zu verdummen - in der Hoffnung, daß es abfärbt. Wie anders soll sonst die Serie "Die dümmsten ... "; z.B.: "Die dümmsten Sportler der Welt", "Die dümmsten Bastler der Welt", "Die dümmsten Tiere der Welt", "Die dümmsten Urlauber der Welt" verstanden werden?! Es wird höchste Zeit, auch einmal einen Film über "Die dümmsten Fernsehanstalten der Welt" und die "Die dümmsten Fernsehzuschauer der Welt" zu produzieren. RTL würde dabei sicher einen Spitzenplatz belegen.

Auf den tollen RTL-Vorschlag hat die Fis Gott-sei-Dank schnell und unmißverständlich reagiert. Skisprung-Renndirektor Walter Hofer hat klargestellt: "Für Regeländerungen ist noch immer das Sprungkomitee zuständig, und das wird so bleiben." - Basta! Die Zuschauer liebenden Fernsehdirektoren werdene's Zähne knirschend vernommen haben. Es gibt halt Dinge, die RTL nicht machen kann.

Und so soll es auch bleiben!

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Unverschämt? - Unverschämt! - Die Forderungen eines Tennisspielers

(-13- 04.02.-2002) -  Da muß man sich die Augen reiben und zweimal lesen, um zu verstehen was abgeht. Die derzeitige Nummer eins im deutschen Tennissport, Tommy Haas, sagt trotz ursprünglicher Zusage die Teilnahme am Davis-Cup gegen Kroatien ab. Haas-Vertreter Füg schreibt dazu: "Beim DTB werden alle unsere Forderungen abgeblockt. Der DTB hört nicht zu, wenn wir etwas verlangen. Er hat den Bogen jetzt einfach überspannt. Das ganze Thema Geld ist zweitrangig".- Die Botschaft hör' ich wohl; allein mir fehlt der Glaube. Haas selbst behauptet gerade das Gegenteil. Er beschuldigt den Verbandschef Waldenfels der Lüge, indem er behauptet: "Er hat die Forderungen frei erfunden". Die Schmerzgrenze sei jetzt erreicht. Schließlich wolle er sich nicht bereichern "und das Geld auf die Bank bringen", sondern mit dem Physiotherapeuten etwas für seine Gesundheit tun. Immerhin. Haas fordert vom DTB die Beteiligung an den Kosten für seinen Physiotherapeuten in Höhe von 100 000 Euro (!) und spricht in diesem Zusammenhang von einer "lächerlichen Summe". Der Normalbürger hört's mit Staunen und denkt, daß der Sportmillionär Haas wohl in der Lage sein müßte, sich "seinen" Therapeuten selbst zu finanzieren - erst recht, wenn es sich um eine "lächerliche Summe" handelt. Und außerdem hat Haas gefordert, der DTB sollte seinem Vater einen "Freiflug" von USA nach Kroatien bezahlen, damit dieser die Spiele seines Sohnes original sehen könne.

"Eine ziemlich unverschämte Sache", stellte Waldenfels dazu fest. Und Recht hat er, wenn er Haas eine "Extrawurst" nicht zubilligt. "Man muß seine Linie beibehalten; lieber verliere ich mal ein Spiel mit Anstand", kommentierte Waldenfels weiter. 

Ähnlich hat ja auch schon Nicolas Kiefer aufgetrumpft, daraufhin in "Ungnade" gefallen, jetzt aber wieder aufgenommen und anstelle von Haas ins Davis-Cup-Team berufen. Es ist wohl so eine Sache mit den "jungen Wilden". Kaum verfügen sie über etwas Geld, schon heben sie ab. Es steigt ihnen in den Kopf und setzt sich dort fest, wo sonst das Gehirn hingehört. Anders ist es wohl nicht zu erklären, daß sie jedes Maß und Ziel aus den Augen verlieren und meinen, Forderungen erheben zu können, die in der Öffentlichkeit sehr wohl als Unverschämtheit empfunden werden müssen (vgl. hierzu auch Beitrag Nr. 10: Hohe Schulden für den Sport). Die "Knaben" treiben den Sport in erster Linie für sich und als Profi wohl auch um "viel Geld zu verdienen". Falls ihnen dies gelingt, ist das in Ordnung. Daneben aber noch zu verlangen, daß die Öffentlichkeit sich an den persönlichen Kosten solcher "Stars" beteiligen soll -das geht zu weit. Auf solche Leute kann, ja muß der Sport verzichten - auch eine Nationalmannschaft - und auch eine Olympiamannschaft. Denn da will Haas ja wohl noch hin. Dann soll er aber beten, daß er auch nominiert wird, weil auch davon seine Teilnahme abhängig ist.

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Bierflaschen - eine Schande für die Fairneß im Sport

 (-14- 12.03.2002) -  Daß man sich im Sport gern mit "seinen" Athleten identifiziert, ist verständlich und bekannt. Vor allem dann, wenn die Athleten erfolgreich sind, sprechen die Menschen "wir haben gewonnen", "wir haben de meisten Medaillen bekommen". Manch einer kann aber nicht ertragen, daß sein Idol, seine Mannschaft plötzlich nicht mehr ganz vorne steht, "an der Spitze" gewissermaßen, sondern auf einen der folgenden Plätze zurückgefallen oder durch die bessere Leistung eines anderen zurückgefallen ist.

Nach den großartigen Erfolgen der deutschen Skispringer in der Saison 2000/2001 (vor allem durch Martin Schmitt) mußten sie in der laufenden Saison anerkennen, daß da ein anderer war, der im Weltcup dominierte, fast immer weiter sprang und deshalb auch die Führung in der Punktewertung übernahm. Adam Malysz war es, ein Pole, der aufhorchen ließ, einer, mit dem im vergangenen Jahr überhaupt niemand gerechnet hatte. Nur bei der Vier-Schanzen-Tournee "versagte" er und mußte die Überlegenheit von Sven Hannawald anerkenne, der als Erster überhaupt alle vier Springen gewann . Und auch bei Olympia brachte Malysz nicht die von ihm erwartete Leistung. Hier war es der junge Schweizer Simon Ammann, der zwei Goldmedaillen gewann.

Das alles erzeugte Frust. Frust bei den "Anhängern" von Malysz, einer Schar junger Polen, die es nicht verwinden konnte, daß ihr Idol auch einmal nicht Erster war. So geschehen beim Weltcup-Springen in Zakopane (Polen), wo sie vor allem Sven Hannawald nicht nur gnadenlos auspfiffen (weil er es "gewagt" hatte, Adam Malysz zu bezwingen), sondern auch mit Schneebällen attackierten, sobald er in ihre Nähe kam. Schlimmer noch wurde es beim Skiflug-Weltcup-Finale in Harrachow (Tschechien), wo Sven Hannawald - wiederum als Erster - seinen Skiflug-Weltmeister-Titel erfolgreich verteidigte und Martin Schmitt auch noch den zweiten Platz belegt (Adam Malysz spielte bei diesem Wettbewerb überhaupt keine Rolle). Das ging einigen polnischen "Hooligans" offenbar so an die Nerven, daß sie diese verloren und Sven Hannawald nicht nur mit Schneebällen, sondern sogar mit leeren Bierflaschen bewarfen, die sie vorher leergetrunken hatten, wohl um den notwendigen Mut zu erlangen. Und auch Simon Ammann wurde attackiert und wahllos andere Athleten und Trainer. Peinlich war das für die Athleten und auch für den Sportsmann Adam Malysz, der sich für das Verhalten "seiner" Anhänger offiziell entschuldigte. 

Der Veranstalter sollte überlegen, ob künftig in Polen und Umgebung überhaupt noch solche Springen durchgeführt werden. Jedenfalls steht fest, daß im Sport Fanatismus den Charakter verdirbt. Menschen, die nicht verkraften können, daß auch einmal ein anderer als ihr eigenes Idol gewinnt, und die deshalb ausfallend werden und alle Regeln der sportlichen Fairneß vergessen, haben bei Sportveranstaltungen nichts zu suchen; sie disqualifizieren sich selbst!

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Freude und Frust - "Stimmen" zur Fußball-WM

 (-15- 19.06.2002) -  Es ist wie immer im Sport. Die einen freuen sich und feiern, weil sie gewonnen haben, die anderen schimpfen, hadern und sind ob ihrer Niederlage frustriert. Und in der Tat. Wer hätte gedacht, daß die hoch gewetteten Franzosen (immerhin Weltmeister!), die Argentinier und die Portugiesen - aber auch die Russen und die Uruguayer - die Vorrunde nicht überstehen? Der Frust war groß! Die Mannschaften, die es aber "gerade so" fertig gebracht haben, ins Achtelfinale zu gelangen, müssen sich darauf nichts einbilden - Glück gehabt eben! Dies gilt für die USA, die Türken, die Italiener und die Engländer (nur je ein Sieg in der Vorrunde) ebenso wie für die Deutschen, die mit ihren Gegnern Kamerun und Irland mehr Mühe hatten als ihnen lieb war.

Und so ging es im Achtelfinale weiter: Vier der acht Gruppen-Ersten aus der Vorrunde, nämlich Dänemark, Schweden,  Mexiko und Japan schieden aus. Am schlimmsten aber traf es die Italiener, die bis zur 88. Minute gegen Südkorea führten und dann in der Verlängerung doch noch durch ein "Golden Goal" verloren. Es zeigt, wie verbissen Fußball sein kann - aber auch wie selbstherrlich und arrogant ein italienischer "Offizieller", nämlich der Delegationsleiter Raffaele Ranucci, wenn er über den Schiedsrichter hadert: "Es ist nicht richtig, daß ein Land wie Italien so gedemütigt wird. Italien ist Opfer eines internationalen Komplotts geworden". Das ist es also, das "Verbrechertum" im Fußball. Als ob im Fußball Italien der Nabel der Welt wäre. Welch eine Verkennung! Den Gipfel der Unsportlichkeit leistete sich jedoch Luciano Gaucci, der Präsident des AC Perugia mit seiner Äußerung: "Ich zahle doch kein Geld für einen, der den italienischen Fußball ruiniert hat". Gemeint war Jung-Hwan Ahn, der Schütze des Siegtores der Südkoreaner gegen Italien, der in den Dienstes des AC Perugia steht. Und auch Trainer Serse Cosmi forderte die Führung des AC Perugia auf, den Vertrag mit Ahn nicht mehr zu verlängern! Das nenne ich "wahre Größe" nach dem Motto: "Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz". Ob solch eines Gedankenguts müßten alle ausländischen Spieler, die in italienischen Klubs spielen, einmal für vier Wochen in den Ausstand treten. Da reagierten die Belgier bei ihrer Niederlage gegen Brasilien ob einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters (ein regulären Tor wurde nicht anerkannt und Belgien schied aus) aber ganz anders. Kein Jammern, kein Klagen.. Das war sportlich und fair! Weniger sportlich dazu aber die Aussage des Brasilianers Roque Junior: "Ich schwöre, daß ich gefoult worden bin". Ein Paradebeispiel südländischer Schauspielkunst!

Fazit: Es gibt sie nicht mehr, die klaren Favoriten: Brasilien, Argentinien, Spanien, Italien, England und Deutschland. Diese Länder merken, daß die sogenannten "Kleinen" inzwischen dazugelernt haben. Und sind sie nicht selbst an diesem "Spiel" beteiligt? Sind es nicht die Spitzenspieler aus diesen sogenannten Fußball-Entwicklungsländern, die bei den "Etablierten" spielen und dort immer noch dazulernen? Zwangsläufig haben die "Kleinen" aufgeholt. Und das ist gut so. Das gibt den großen Turnieren wie Welt- und Europameisterschaften die Würze und die Spannung bleibt erhalten. Wenn man das erkennt, kann man nicht mehr behaupten "Demütigung für ein Land wie Italien". Aber dort hat man das offenbar noch nicht mitbekommen!

Und so warten wir mit Spannung auf zwei Viertelfinalspiele: England gegen Brasilien und Spanien gegen Südkorea. Das wird vermutlich ein heißer Tanz werden. Wir wollen sehen, ob Südkorea noch einmal über sich hinauswächst und nach Portugal und Italien auch die Spanier "eliminieren" kann - oder auch England die Brasilianer.

Was aber geht im Kopf von Englands "Superstar" David Beckham vor, der seinen persönlichen Frisör und Haar-Stylist Aldan Phelan "einfliegen" läßt, damit dieser ihm eine "anständige" Frisur macht? Ich denke: Nichts! Vielleicht ist dieser Kopf durch das permanente Haar-Styling schon so hohl geworden, daß Beckham es schon gar nicht mehr merkt. Immerhin, der Mann scheint etwas von Public Relation zu verstehen, denn anders ist es kaum zu erklären, daß jemand eine Flugreise von England in den Fernen Osten finanziert, nur um von einem persönlichen Frisör "gekämmt" zu werden. Aber was soll's. Entweder man hat es oder man hat es nicht.

Hoch lebe der Fußball!

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Führt Aktienbesitz zur Sperre? - Der Fall Fredi Bobic

(-16- 27.10.2002) - Da mußte ich zweimal hinhören, weil ich es nicht glauben konnte. Hat doch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) - die Vereinigung der Fußball-Profis der 1. und 2. Bundesliga - dem Ex-Nationalspieler Fredi Bobic (Hannover 96; vorher BVB Borussia Dortmund) eine Sperre angedroht für den Fall, daß er noch Aktien seines ehemaligen Vereins Borussia besitzt. Diese "Aktien-Affaire" ist aber inzwischen vom Tisch, nachdem der Spieler gegenüber der DFL schriftlich erklärt hat, keine Wertpapiere seines früheren Arbeitgebers zu besitzen. Damit konnte Bobic gestern in der Partie beim FC Bayern München eingesetzt werden.

Zu der Auseinandersetzung war es gekommen, weil in den DFL-Statuten geregelt ist, daß ein Spieler keine Wertpapiere des Vereins besitzen darf, wenn er diesem Verein nicht mehr angehört. Das ist eine erstaunliche Regelung. Beweist sie doch, wie mißtrauisch die "Verantwortlichen" sind, weil sie "befürchten", in einem solchen Fall sei Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Nun, Fredi Bobic ist durch seine Erklärung allem ausgewichen. Ob er wirklich keine Aktien von Borussia Dortmund mehr besitzt, ist sein Geheimnis - und wen geht das überhaupt etwas an? Trotzdem: Die DFL ließ erklären, daß für sie die Sache erledigt sei; sie glaube, daß die Angaben Bobics richtig seien. Denn bereits mit der Unterschrift in Hannover habe er ja erklärt, keine Aktien von anderen Vereinen mehr zu besitzen. "Wir haben ihn dann zu seinem eigenen Schutz nur noch einmal angefordert, dies zu bestätigen", sagte der DFL-Pressesprecher Tom Bender. Wahrlich fürsorglich, diese DFL! 

In meinen Augen ist diese DFL-Regelung ein "Schmarr'n". Was, frage ich mich, hat Aktienbesitz mit Fußball zu tun? Das ist genau so, als ob ein Mitarbeiter bei Audi beispielsweise keine Aktien von BMW besitzen darf. Eine völlig überflüssige Regelung also. Hier wird ein Popanz aufgebaut, eine Regelung geschaffen, die einen überproportionalen Kontroll-Apparat notwendig macht und die im übrigen auch total unterlaufen werden kann. Man stelle sich nur vor, es wird in Zukunft beispielsweise zehn Vereine als Aktiengesellschaft geben und fünfzig Prozent aller Profifußballer haben bei einigen solcher Vereine Aktien. Wie soll das denn kontrolliert werden? Und wäre eine solche Vorschrift und Kontrolle überhaupt rechtmäßig? Das kann ich mir nicht vorstellen, würde es doch bedeuten, daß bestimmte Personen und Personengruppen Aktien von bestimmten Gesellschaften nicht erwerben und besitzen dürften. Und umgangen werden könnte die Vorschrift trotzdem, beispielsweise könnte die Ehefrau oder Freundin des Spielers die Aktien besitzen.

Es ist höchste Zeit, diese Vorschrift wieder abzuschaffen und allein den Gedanken daran aus den Hirnen der "Verantwortlichen" zu entfernen, damit nicht alles ein Eigentor wird.

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1. FC Kaiserslautern bankrott? - Land Rheinland-Pfalz bankrott?

 (-17- 27.02.2003) -  Da sage einer, wir hätten in Rheinland-Pfalz keinen guten "Landesvater". Nach dem monatelangen Hickhack um die Finanzen des durch einen dilettantischen Führungsstil in die drohende Insolvenz getriebenen Fußball-Bundesligisten hat es gestern Abend angeblich eine "Rettung" für den mit fast 40 Millionen Euro verschuldeten Verein gegeben.Ob es vielleicht nur ein Pyrrhussieg war, werden wir erfahren, wenn die vom Verein, der Stadt Kaiserslautern, dem Land Rheinland-Pfalz und den Banken getroffenen Entscheidungen der vorgesehenen rechtlichen Abklärung durch ein Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen standhalten; denn noch wissen alle Beteiligten nicht genau, welche finanziellen Anteile sie letztlich zu tragen haben werden. Die Absicht ist aber klar:

Das Land Rheinland-Pfalz (!), die Stadt Kaiserslautern und die fünf beteiligten Banken beschlossen die Gründung einer Betreiber-Gesellschaft, die das Fritz-Walter-Stadion übernimmt und dafür den Klub von den Umbaukosten (angeblich wichtig, weil hier Spiele der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden sollen) von rund 20 Millionen Euro befreit. Dafür stellen das Land und die Stadt Kaiserslautern je rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. - Vorbehaltlich der vorgesehenen wirtschaftlichen Prüfung soll die Regelung aber nur dann gelten, wenn der 1. FC Kaiserslautern in der Ersten   Bundesliga verbleibt - also weder sportlich absteigt noch die Lizenz nicht erhalten sollte. Was aber bleibt für den Verein?

Als erstes wird er (hoffentlich) seine Steuerschuld in zweistelliger Millionenhöhe entrichten müssen - ob mit oder ohne Stundung! Fatal wäre es für den "Normalbürger", würde das Finanzamt (der Staat) ganz oder teilweise darauf verzichten. Zweitens soll der Verein für die künftige Nutzung des Stadions rund 3,5 Millionen Euro jährlich an die Betreiber-Gesellschaft zahlen und obendrein mit eigenen Personal- und Sachkosten für die Unterhaltung des Stadions aufkommen. Bei einer solchen Konstellation bleiben einige Frage offen.

Schafft der Verein den Klassenerhalt? Wenn nicht, dürfte sein Bankrott-Schicksal besiegelt sein.

Schafft er aber den Klassenerhalt, kann er dann die finanziellen Verpflichtungen erfüllen? Immerhin sind Miet- und Unterhaltszahlungen nicht gerade billig.

Was geschieht, wenn die wirtschaftliche Prüfung negativ verläuft und die "Einigung" nicht wirksam wird? Dann wird alles wieder von vorne anfangen - oder?

Drei weitere Fragen drängen sich aber auf.

Können Schadensersatz-Forderungen gegen die "alte" Vereinsführung durchgesetzt werden, die den Verein derart ins Desaster geführt hat?

Und was ist mit dem Aufsichtsrat des Vereins, der das alles doch wohl gebilligt oder zumindest nicht wahrgenommen hat, "wohin der Karren" läuft? Ein Aufsichtsrat, dem auch der rheinland-pfälzische Innenminister Walter Zuber (SPD) angehört. Was haben die Mitglieder im Aufsichtsrat eigentlich gemacht? Waren sie nur zum "Abnicken" der Vorschläge des Präsidiums da?

Weshalb sollen eigentlich das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern Geldmittel aufwenden (die sie beide eigentlich nicht haben), um einen zur Bedeutungslosigkeit verkommenen Verein "zu retten"? Da werden im Land rigorose Sparpakete geschnürt, um den Versuch zu unternehmen, einen Haushalt auszugleichen und in den Städten Überlegungen angestellt, wie man angesichts des dramatischen Rückgangs von Steuereinnahmen überhaupt "überleben" kann - aber Geld für die Sanierung eines einzelnen Sportvereins ist offenbar immer noch da, obwohl die Geldmittel für alle anderen Vereine im Land zum Leidwesen des Landessportbundes heftig gekürzt werden. Nun, man kann ja noch einige Mitarbeiter entlassen, um das alles wieder auszugleichen!

Ich bin durchaus ein Anhänger des 1. FC Kaiserslautern. Bei Abwägung aller Werte kann es jedoch nicht sein, daß ein (wenn auch solcher) Verein am Leben erhalten wird, koste es was es wolle. Aber Freund Kurt wird es schon richten. Vielleicht hat er ein schlechtes Gewissen, weil  womöglich im Aufsichtsrat nicht aufgepaßt worden ist. Wenn ein Fußballverein der Ersten Bundesliga bankrott geht, hat das für die Geschichte keinerlei Bedeutung. Daß man aber am möglichen Bankrott seines eigenen Landes beteiligt ist, ist nicht nur für die Geschichte, sondern auch für sich persönlich ein Trauerspiel.

Wie sagten die Alten so treffend: Es gibt kein größeres Leid als das, was man sich selbst antut.

Und das gilt nicht nur für den Verein, sondern auch für alle übrigen Beteiligten!

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Undank ist der Welten Lohn - oder: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan

 (-18- 15.04.2003) -   "Hannawald zwingt Heß zur Aufgabe" lese ich gestern in einer Überschrift auf der Sportseite der Rhein-Zeitung Koblenz und denke, ich lese nicht recht. Mir gehen die vielen schönen Bilder von Übertragungen von Skispringen und Skifliegen durch den Kopf, in denen nicht nur Hannawald und seine Kameraden tolle Leistungen gezeigt haben, sondern auch Bundestrainer Heß mit "Leib und Seele" dabei ist, und sein Gesichtsausdruck jeweils verrät, ob er er mit seinem Schützling zufrieden ist oder er noch etwas hätte besser machen können. Die "Adler" - wie sie genannt werden - rebellieren; rebellieren gegen "ihren Chef", einen Mann, der - dem Anschein nach - sein ganzes Leben nicht nur dem Skispringen, sondern auch seiner Mannschaft gewidmet hat, einer Mannschaft, die in den letzten Jahren so stark war wie noch nie, und in der jeder Einzelne seine Erfolge nicht nur seinem eigenen Fleiß oder seiner eigenen Begabung, sondern auch zu einem hohen Anteil der hervorragenden Tätigkeit des Trainers zu verdanken hat - der Tätigkeit eines Trainers, der auf seinem Gebiet als der beste der Welt gilt? Nach dem Willen Sven Hannawalds und Martin Schmidts soll dieser Trainer nun gehen. Und er geht. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan!

Folgt man Hannawald, soll der Trainer "wegen Abnutzungserscheinungen" gehen. An sich ist es nichts Neues, daß ein Trainer gehen muß. Im Fußball erleben wir so etwas regelmäßig. Da aber steht oft eine Mannschaft dahinter, nicht ein Einzelner, der vielleicht gerade durch den Trainer groß geworden ist. Abnutzungserscheinungen!? Zugegeben: Nach Jahren des Erfolgs waren die deutschen "Adler" in der letzten Saison nicht so erfolgreich. Könnte es nicht sein, daß die behaupteten Abnutzungserscheinungen weniger beim Trainer, sondern eher bei den Sportlern selbst liegen? Vielleicht sind die Sportler auch zu satt, der Erfolg ist ihnen in den Kopf gestiegen oder die Motivation fehlt. Und wenn jemand satt ist, alles gewonnen hat, was es zu gewinnen galt, ja, dann hat möglicherweise auch ein Trainer nicht mehr die Möglichkeit zu motivieren. Das ist wie bei einem Kind, das satt ist. Da hilft auch das beste Zureden der Mutter nicht mehr, noch etwas zu essen.

Mit "Heß oder ich", soll nach Aussage eines Beteiligten Hannawald dem Deutschen Skiverband (DSV) die Pistole auf die Brust gesetzt haben. Sein Heimtrainer Wolfgang Steiert, bisher Co-Trainer im DSV, sei vielmehr der richtige Mann. Und so haben sie sich zum "Königsmord" zusammengerottet, die Weltmeister und Olympiasieger, und verhalfen damit dem "Vize", der schon während der Vier-Schanzen-Tournee seinen Anspruch auf diesen Posten geltend gemacht hatte, auf den Thron.

Reinhard Heß hat diesen Druck nicht ausgehalten und wird als Skisprung-Bundestrainer zurücktreten. "Ich habe diese Entscheidung bereits vergangene Woche getroffen", erklärte er. Daß aber der DSV dieses Intrigenspiel seiner Athleten mitmacht anstatt seinen Trainer zu stärken, ist erstaunlich. Er opfert seinen besten Trainer und spekuliert darauf, daß die Athleten in der nächsten Saison wieder zu besseren Leistungen zurückfinden. Angesichts der diesjährigen (Miß)-Erfolge ist das eine vage Hoffnung, und vielleicht hätte der DSV besser auf seine Athleten als auf den Trainer verzichtet.- Böswillige Beobachter könnten sogar die Meinung vertreten, Hannawald und Co. wären in der letzten Saison nur deshalb bewußt so schlecht gesprungen, weil sie den Trainer loswerden wollten. Doch: Ein Schelm, wer so etwas denkt!

Reinhard Heß sei jedenfalls gedankt für die bisherige herausragende Tätigkeit für den DSV. Und er wird es überstehen. Wenn er sich noch jung genug fühlt, wird er bei einem anderen Sportverband sicher herzlich willkommen sein. Ob aber die "Adler" in der nächsten Saison mit soviel Wohlwollen empfangen werden wie bisher, bleibt abzuwarten. Oft vergißt das Publikum schnell, oft aber ist es auch nachtragend und reagiert sensibel auf fehlende Dankbarkeit. Würden Hannawald und Schmidt dann ausgepfiffen, wäre die ganze Aktion nur ein Pyrrhussieg gewesen - und bei einer solchen Konstellation gäbe es auch wohl kaum noch ansprechende Leistungen.

Es ist eine Binsenweisheit: Undank ist der Welten Lohn!

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DFB-Teamchef Rudi Völler - Streit mit den Medien

  (-19- 16.09.2003) -  Einmal mußte es ja so weit kommen. Nach der wirklich schwachen Leistung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim torlosen Spiel in Island und der prompten Medienschelte rastete Rudi Völler aus. Er legte sich unqualifiziert verbal mit den Medien, den Kommentatoren und den sogenannten Co-Kommentatoren an und offenbarte dabei die eigenen schwachen Nerven und eine Gereiztheit, die vermuten läßt, daß er mit den Leistungen seiner Mannschaft einerseits und ebenfalls nicht zufrieden ist, andererseits er aber auch die ständigen Vorwürfe der Medien nicht mehr länger zu ertragen gedenkt.

Man mag darüber denken wie man will. Tatsache ist, daß er eine rege öffentliche Diskussion losgetreten hat, in der es sowohl harte Kritik für ihn gab als auch Verständnis für sein Verhalten. Ich möchte mich weiter dazu nicht äußern, sondern die Blicke lenken auf ein Vorhaben des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), das beabsichtigt, neben den vielen anderen (und für mich überflüssigen) Co-Kommentatoren ebenfalls einen solchen zu installieren - nämlich Franz Beckenbauer, der für eine "Tätigkeit" bis 2006 eine Gage von drei Millionen Euro erhalten soll. Das regt mich auf; und deshalb habe ich dem ZDF eine E-Mail folgenden Inhalts übermittelt:

"Betreff: Co-Kommentator Franz Beckenbauer

Hört der Schwachsinn bei den Medien denn überhaupt nicht auf? Nach den neuesten Nachricht will das ZDF dem "Kaiser" Franz Beckenbauer bis 2006 einen Betrag von drei Millionen Euro (!) für eine Tätigkeit als
Co-Kommentator bei Fußball-Übertragungen zahlen. Ich denke, das ist erheblich mehr als der eigentliche Kommentator erhält.
Und das alles mit unseren Gebühren für Rundfunk und Fernsehen, über deren Erhöhung schon wieder nachgedacht wird.
Das blöde Gesappel des Franz Beckenbauer interessiert mich überhaupt nicht. Wenn ich mir Fußball-Sendungen ansehe, möchte ich von dererlei Gerede verschont bleiben. Ich sehe ja, was auf dem Platz geschieht, und ich bin
durchaus noch in der Lage, mir ein Urteil darüber zu machen.
Ich versichere Ihnen, daß ich in einen anderen Sender wechseln werde, sobald Franz Beckenbauer auch nur den Mund aufmacht.
Sie sollten etwas verantwortungsvoller mit den Geldern der Zuschauer umgehen und diese nicht völlig überflüssig einem ohnehin schon gut verdienenden "Experten" hinterher werfen."

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Nun, das ZDF hat doch eine andere Meinung und gab mir folgende Antwort per E-Mail:

"Sehr geehrter Herr Brieler,

vielen Dank für Ihre E-Mail.
Ihre Einwände an einer Verpflichtung Franz Beckenbauers als ZDF-Co-Kommentator haben wir der Sport-Redaktion bereits weitergeleitet. Die finanzielle Seite der Verpflichtung geht aber nicht zu Lasten des
Gebührenhaushalts des ZDF, da eine entsprechende Vereinbarung mit dem Hauptmarketingpartner von Franz Beckenbauer, der Postbank, getroffen wurde.
Uns liegen auch keine konkreten Angaben zu der Summe vor, die Franz Beckenbauer bis 2006 bezieht.

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Nun wissen wir's also. Das ZDF hat mit der Sache "eigentlich gar nichts zu tun". Fragt sich nur, warum dann diese Vereinbarung mit der Postbank. Die Sparer und Kunden dieser Einrichtung werden sich sicher freuen. Auf ihre Spareinlagen erhalten sie gerade einmal ein halbes Prozent Zinsen! Dafür schmeißt die Bank dem Großverdiener Beckenbauer drei Millionen in den Rachen für eine Leistung, auf die man getrost verzichten kann; denn die von ihm zu erwartenden Beiträge bergen erneut Zündstoff  für Auseinandersetzungen, wie sie gerade zwischen Rudi Völler und den Medien gelaufen sind. 

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Beckenbauer geht betteln - Selbstüberschätzung und Fußball-Weltmeisterschaft

 (-20- 20.10.2003) -  Es ist schon erstaunlich, was im Fußball - vor allem im bezahlten Fußball - so abgeht. Da haben sich g0705842.WMF (13438 Byte)der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit seinem "Hans-Dampf-in-allen-Gassen-Präsident" Gerhard Mayer-Vorfelder ebenso wie "Fußball-Kaiser" Franz Beckenbauer, München, mächtig ins Zeug gelegt, um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ausrichten zu können, was ihnen auch gelungen ist. Doch heute muß man annehmen, daß sie hierbei mit gezinkten Karten gespielt haben; denn es stellt sich heraus - folgt man der "Süddeutschen Zeitung" -, daß die Finanzierung dieser Großveranstaltung offenbar gefährdet ist.

Das hält die beiden Fußball-"Übermenschen" aber nicht davon ab, sich mit einem Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen, für die ein "Normal-Sterblicher" sich gerade in der heutigen Zeit, wo die öffentlichen Haushalte um jeden Cent kämpfen müssen, weil sie vor dem Bankrott stehen, schämen müßte. Sie haben nämlich die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer um Hilfe gebeten, um eine Finanzierungslücke in Millionenhöhe zu schließen. Angeblich sind Mindereinnahmen bei der Sportwette "Oddset" der Grund, denn aus deren Gewinn sollen Teilbeträge in den Haushalt des Organisations-Komittees der Weltmeisterschaft fließen. "Wir brauchen Ihren Beistand, die Zeit drängt", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben der Fußball-Bosse an die Ministerpräsidenten.

So weit sind wir also in unserem armen Deutschland schon gekommen. Die Öffentlichkeit hält den Atem an ob der angeordneten Haushaltssperre in verschiedenen Ländern, der "von oben" verordneten Null-Runde für die Rentner, ständig steigender Zahl der Arbeitslosen und der fast nicht mehr zu finanzierenden Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger. In einer Zeit, in der die Versicherten im Krankheitsfall immer mehr aus eigener Tasche bezahlen müssen, weil die Krankenkassen die Ausgabenflut nicht mehr bewältigen können, da fällt den Herren Beckenbauer und Mayer-Vorfelder in ihrer Unverfrorenheit nichts besseres ein, als ausgerechnet die vor dem Ruin stehenden Länder um finanzielle Unterstützung einer Fußball-Weltmeisterschaft zu ersuchen, einer Fußball-Weltmeisterschaft, die auf Biegen und Brechen nach Deutschland geholt werden mußte, obwohl - wie sich jetzt herausstellt - die Finanzierung gar nicht gesichert ist.

Und ausgerechnet Beckenbauer und Mayer-Vorfelder gehen betteln. Zwei Ehrenmänner, die - so sieht es aus - bisher (auch im Sport) noch niemals etwas "ohne angemessene Bezahlung" geleistet haben, die für jeden Schritt, den sie tun, ein sattes Honorar einstreichen (vgl. auch vorstehenden Beitrag Nr. 19 - "DFB-Teamchef Rudi Völler - Streit mit den Medien"). Sie könnten vielleicht aus eigener Tasche etwas dazu beitragen, daß das zu erwartende Defizit nicht ausufert; denn schließlich haben sie sich die Suppe selbst eingebrockt. Oder sie könnten die gutverdienenden Proficlubs (allen voran den FC Bayern München) um Unterstützung und Hilfe ersuchen. Hört man aber deren Vorstandsmitglieder (wiederum allen voran vom FC Bayern), dann geht es diesen Clubs so schlecht, daß sie nun auch noch eine noch höhere Entschädigung dafür verlangen, daß sie Spieler für die Nationalmannschaft abstellen müssen. - Mir selbst wird beinahe schlecht, wenn ich an diese "armen" Vereine denke.

Ich hoffe und wünsche mir, daß die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer die Ohren verschließen vor so viel Unverschämtheit, daß sie sich zugeknöpft zeigen und das wenige Geld, über das sie noch verfügen können, für wichtigere Dinge einsetzen. Kaiser Franz ist doch sonst nicht so verlegen und findet für alles eine Lösung. Es wird ihm auch gelingen können, hier andere Wege zu finden, um das Problem zu beheben. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann muß ein anderes Land die Weltmeisterschaft ausrichten. Eine solche Weltmeisterschaft hat auch in Deutschland sicher einen hohen Stellenwert. Lebensnotwendig  ist sie aber nicht. Da gibt es ganz andere Probleme, wegen denen man durchaus auf die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung verzichten kann.

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